OSRAM treibt Umbau seines Geschäfts voran

 

Kapazitätsaufbau bei LED – Anpassungen im traditionellen Geschäft bis 2014

Der Lichtmarkt ist technologisch, strukturell und regional fundamentalem Wandel unterworfen. OSRAM hat sich dabei zum Ziel gesetzt, seine führende Position in der Allgemeinbeleuchtung weiter zu stärken und dabei den Technologiewandel hin zu lichtemittierenden Dioden, kurz LED, in führender Position unter drei Aspekten aktiv zu gestalten.

Bereits heute erwirtschaftet das Unternehmen rund ein Viertel seiner Umsätze mit LED-basierter Beleuchtung. Allein im Geschäftsjahr 2011 hat OSRAM seine Kapazitäten auf diesem Felde erheblich erweitert und weltweit dafür etwa 1.200 Mitarbeiter eingestellt, davon ein Drittel in Deutschland.

Nicht nur neue Technologien, sondern auch die Angebotserweiterung entlang der gesamten Wertschöpfungskette haben die Belegschaft von OSRAM im Inland 2011 über die Marke von 10.000 Mitarbeitern angehoben. Dabei spielte der Einstieg in das professionelle Leuchtengeschäft mittels Zukauf der Siteco GmbH, Traunreut, eine wesentliche Rolle. Im Zuge der Übernahme stießen mehr als 1.000 Mitarbeiter zu OSRAM.

Schrittweise verdrängen LED sowie veränderte Gesetzgebungen inzwischen die traditionellen Technologien. Die daraus resultierenden Volumenrückgänge machen einen entsprechenden Kapazitätsumbau im Inland und international in den kommenden Jahren notwendig. Deshalb hat OSRAM nun frühzeitig mit Blick auf den Standort Deutschland einen konstruktiven Dialog mit Arbeitnehmervertretern sowie der IG Metall zur mittelfristigen Perspektive gestartet. „LED gehört die Zukunft und wir werden den Strukturwandel aktiv betreiben. Daher ist es uns wichtig, offen und frühzeitig Klarheit für die Mitarbeiter zu schaffen“, so Wolfgang Dehen, Vorstandschef der OSRAM AG.

Regulatorische Veränderungen und zugleich die weltweit gestiegene Kundennachfrage nach energieeffizienten Lösungen treiben das schrittweise Auslaufen traditioneller Lichttechnologien an. Dementsprechend soll die Kapazität für diese Produktgruppen im Inland mittelfristig bis 2014 um rund 850 Stellen abgesenkt werden. Dies soll in drei annähernd gleichen Jahresscheiben über den genannten Zeitraum erfolgen. Aufgrund seiner starken Präsenz in Berlin und der damit verbundenen Nachfrage nach Arbeitskräften hat sich der Mutterkonzern Siemens bereit erklärt, darüber hinaus bis zu 200 Mitarbeiter bei geeigneter Qualifizierung der Bewerber aus dem Berliner OSRAM-Standort zu übernehmen. Auf der anderen Seite sind in den Planungen für Deutschland bereits 250 freiwillige Vereinbarungen enthalten, die OSRAM überwiegend im vergangenen Jahr abgeschlossen hatte und die auch bis 2014 voll umgesetzt werden.

Im laufenden Geschäftsjahr 2012 liegt der Maßnahmenfokus in Deutschland auf einer Reduktion der seit geraumer Zeit anhaltenden Überkapazität im Berliner Werk. Dies umfasst somit rund 200 der dort bis 2014 insgesamt rund 400 abzubauenden Stellen. Hierbei handelt es sich überwiegend um Arbeitsplätze in der Fertigung für traditionelle Produkte. Neben den bis zu 200 Mitarbeitern, für die das beschriebene Transferangebot innerhalb des Siemens-Konzerns am Standort gilt, sind zusätzlich bereits knapp 150 freiwillige Vereinbarungen geschlossen worden. Sie sind Teil der ingesamt 250 festgelegten Lösungen des Vorjahres in Deutschland bis 2014. Zugleich hat der Berliner Standort auch positive Investitionszusagen. So wird die Business Unit Specialty Lighting 2012 in Berlin neun Millionen Euro investieren, unter anderem in den Kapazitätsausbau ihrer Fertigung für Automobilbeleuchtung der neuesten Generation.

Bezüglich der noch aussstehenden notwendigen Abbauschritte beginnen nun die konkreten Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern und sollen zügig abgeschlossen werden. Inhalt der Gespräche zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite ist die zukünftige Ausrichtung der Standorte in Deutschland. Dabei sollen die bestehenden Stärken der deutschen Standorte genutzt werden, um den Übergang vom traditionellen Geschäft in die digitale Zukunft des Lichts in den kommenden Jahren zu gestalten.

Quelle: Osram

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